Hautarzt BochumIngo Schugt
DermatologeBotox
 
Microneedling Schwangerschaftsnarben dehnungs narben Zellerneuerung durch Microneedling

Behandlung von (Akne-)Narben und Dehnungsstreifen

 

Allgemeines
Im Jahr 2005 konnten der Plastische Chirurg Dr. M. Schwarz und der Pathologe Dr. Laaff, beide aus Freiburg, in einer Blindstudie nachweisen, dass dynamisch eingesetzte Mikronadeln zu einer Neubildung von körpereigenem Kollagen führen, wodurch Falten, Narben und Dehnungsstreifen erheblich verbessert werden. Es kommt zu einem Gewebsaufbau durch Zellerneuerung.
Binnen weniger Jahre hat diese Behandlungsmethode unter dem Begriff Collagen-Induktions-Therapie (CIT) Eingang in die medizinische Literatur gefunden.

 

Wirkungsweise
Feine, auf einer kleinen Walze angeordnete, Mikronadeln mit einer Länge von 0,5 bis 1,5 mm (Dermaroller®) penetrieren mehrfach die Haut, wodurch Hautstammzellen mit Zellteilung und Neubildung unterschiedlicher Hautzellen reagieren! Insbesondere bilden sich Fibroblasten, die sich in Kollagen- und Elastinfasern umwandeln und eine neue Kollagenstruktur von innen nach außen aufbauen.
Gleichzeitig wird die Aussprossung neuer Kapillargefäße,
also kleiner Blutgefäße, angeregt, die in das von den
Nadeln behandelte (Narben-)gewebe einwandern.
Die ehemalige Narbe, der Dehnungsstreifen nimmt darüber hinaus durch Repigmentierung oft wieder die Farbe des umgebenden Gewebes an. Die vormals atrophische, d.h. eingesunkene, Narbe füllt sich mit neuem Bindegewebe und gleicht sich wieder dem normalen Hautniveau an. Je nach Schweregrad der Vernarbung sind ca. zwei bis sechs Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen nötig.
Der Siegeszug dieser Therapie begann in Fernost, zumal die dortigen Kulturen keine Nadelphobie kennen.
Der Dermaroller® wurde bereits 1999 entwickelt und patentiert. Er ist ein nach dem deutschen Medizin-Produkte-Gesetz (MPG) und der europäischen Direktive 93/42 zugelassenes Medizingerät und wurde mit dem CE0482-Kennzeichen versehen.

 

Nebenwirkungen

Eine „Verletzung“ der Haut im klassischen Sinne konnte auch mit Lasermikroskopen nicht nachgewiesen werden.
In der Praxis wird die Haut nach dem Auftragen einer Betäubungscreme behandelt. Eine Gesichtsbehandlung dauert rund 30 Minuten. Die Haut ist ca. einen Tag leicht gerötet, ein leichtes Ziehen oder Brennen verschwindet in der Regel innerhalb eines Tages. Arbeitsausfälle sind nicht zu erwarten.

 

Wo einsetzbar, welche Erfolge?
Bisher wurden weltweit über 150.000 Menschen vornehmlich mit Aknenarben und Pigmentstörungen erfolgreich behandelt. Die Indikationen reichen von Falten, über Wachstums- bzw. Dehnungsstreifen, atrophischen Narben, Aknenarben, Pigmentstörungen wie Melasmen bis hin zum Einschleusen von Wirkstoffen durch die Haut.
Die Verbesserung der Narbenstruktur liegt nach 2 bis 3 Behandlungen durchschnittlich bei 70-80%. Im Gesicht angewandt, macht die Haut insgesamt einen deutlich frischeren und jüngeren Eindruck.

 

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Dr. med. Ingo Schugt · Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
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